Fachbegriffe und Instrumente


ABC-Analyse | Sie ist ein betriebswirtschaftliches Analyseverfahren um u.a. festzustellen, welche Produkte wichtig, hochwertig oder umsatzstark sind (Klasse A), während die Klasse C die weniger wichtigen oder umsatzschwächsten Elemente enthält. Es ist ein wichtiges Hilfsmittel zum Herausfinden der wesentlichen Informationen in einem Unternehmen.
Fachbegriffe A
BAB | Abkürzung für Betriebsabrechnungsbogen. Er ist eine Aufstellung aller in einem Geschäftsjahr auftretenden Kostenarten (z.B. Strom- und Personalkosten) nach ihrer Geldsumme und der Abteilung, die sie verantwortet. Allgemeiner Zweck des BAB ist die rechnerische Zuordnung der Kosten auf die zu verkaufenden Produkte und/oder Dienstleistungen.

Basel III | Hiermit werden international einheitliche Liquiditätsvorschriften für die Banken unter anderem in Gestalt von zwei neuen Kennziffern („Liquidity Coverage Ratio“; „Net Stable Funding Ratio“) eingeführt. Im Ergebnis können die neuen Regeln die langfristige Finanzierung von kreditsuchenden Unternehmen verteuern, weil die Kreditvergabe (vermutlich) strenger gehandhabt werden wird.

Break-Even-point | Die Break-Even-Analyse zeigt den Punkt an, der z.B. die Gewinn- von der Verlustzone trennt. Einzige Voraussetzung ist, dass variable und fixe Kosten getrennt erfasst oder geplant werden.

Budget | Ein Hilfsmittel zur Unternehmenssteuerung, das die Höhe der vorgegebenen Absatz-, Umsatz-, Kosten- und Investitionsziele des laufenden Geschäftsjahres in Mengen und in Geld festlegt.

Fachbegriffe B
Cash-flow | Wörtlich übersetzt bedeutet es „Geldfluss“ und bezeichnet alle Geldbewegungen in einem Unternehmen. Der cash-flow wird umgangssprachlich gern gleichgesetzt mit der Liquidität und damit mit der Fähigkeit eines Unternehmens, täglich jede finanzielle Forderung begleichen zu können.

Controlling
| verstehen wir als Steuerung des gesamten Unternehmens mit Hilfe der Planung von und Berichtserstattung  über, Mengen, Preise,  Kosten, Investitionen und Finanzierungen aller Geschäftsaktivitäten.
Fachbegriffe C
Deckungsbeitrag | Üblicherweise versteht man darunter in der Betriebswirtschaft den „Deckungsbeitrag 1“. Er ist im Handel definiert als Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis und sollte stets größer Null sein. Der Deckungsbeitrag liefert, wie der Name sagt, einen Beitrag zur Deckung - und zwar anderer Kosten, die ein Unternehmen üblicherweise hat (z.B. Personalkosten oder Abschreibungen). Der Deckungsbeitrag spielt bei Entscheidungen, ob Sie ein Produkt in Ihr Sortiment aufnehmen oder entfernen wollen eine ganz entscheidende Rolle.
Fachbegriffe D
EBITDA | Abkürzung für earnings before interest, taxes, depreciation and amortization und bedeutet „Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (auf Sachanlagen) und Abschreibungen (auf immaterielle Vermögensgegenstände)“. Es ist eine mögliche Beschreibung der operativen Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

EVA | Abkürzung für Economic Value Added und bedeutet wörtlich übersetzt zusätzlicher wirtschaftlicher Gewinn. Von einem zusätzlichen Gewinn spricht man hier, wenn das erzielte Betriebsergebnis nach Abzug von Ausschüttungen an die Geldgeber einen Betrag größer Null ausweist. Diese Kennzahl zeigt an, ob in einem Unternehmen Substanz vernichtet wird oder nicht.
Fachbegriffe E
FiFo | Abkürzung für First In First Out und besagt, alle (Verbrauchs-)Güter, die in ein Unternehmen zuerst hereinkommen, werden auch zuerst verbraucht.
Fachbegriffe F
Kalkulation | Hierunter versteht man alle Rechenverfahren des internen Rechnungswesens, die das Ziel verfolgen, Selbstkosten und Angebotspreise zu ermitteln. Voraussetzung sind eine korrekte Kostenartenrechnung und ein BAB.

Kapitaldienst | Wird üblicherweise diskutiert bei Bankengesprächen und bezeichnet die Höhe der Belastung, die ein Kreditnehmer durch Zins- und Tilgungszahlungen aus Krediten hat. Die Fähigkeit, den zukünftigen Kapitaldienst leisten zu können, bestimmt u.a. die Kreditwürdigkeit und damit Kredite zu akzeptablen Konditionen überhaupt zu erhalten. Hier hilft eine vollständige, für den Kreditgeber nachvollziehbare Planung, die den Kapitaldienst explizit ausweist, ungemein.

Kapitalwert | Methode zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Investitionen. Ist der Kapitalwert größer Null, ist die Investition eindeutig wirtschaftlich.

Kennzahlensystem | Es bezeichnet eine geordnete Menge von betriebswirtschaftlichen Zahlen, die miteinander in Beziehung stehen. Das Ziel eines Kennzahlensystems ist es, vollständig über einen Sachverhalt (z. B. Unternehmensbereich, Wirtschaftlichkeit) zu informieren. Es unterstützt die Aufgaben der Planung, Kontrolle und Steuerung in einem Unternehmen.

Kontenplan | Die systematische Erfassung aller Kosten ist ohne Kontenplan unmöglich. Er ist das Verzeichnis aller Konten eines Unternehmens und elementarer Bestandteil der doppelten Buchführung. Zu jeder Kostenart (z.B. Personalkosten) gibt es mindestens ein Konto aus dem Kontenplan.

Kosten | Verkaufsfähige Produkte oder Dienstleistungen entstehen durch Einsatz von Material, Personal und/oder technischen Mitteln. Deren Nutzung wird betriebswirtschaftlich als Verbrauch angesehen und in Geld bewertet als Kosten bezeichnet.

Kostenartenrechnung | Sie dient der systematischen Erfassung aller Kosten, die bei Erstellung und Verkauf von Produkten und/oder Dienstleistungen entstehen. Sie fragt, welche Kosten sind angefallen? Löhne sind z.B. Kostenarten für die Arbeitsleistung und Abschreibungen u.a. für die Leistung von Maschinen.

Kostenstellenrechnung | Die Kostenstellenrechnung beantwortet die Frage, wo fallen die Kosten an? Sie baut auf der Kostenartenrechnung auf.

Kostenträger | Ein anderes Wort für verkaufsfähige Produkte oder Dienstleistungen, denen mit Hilfe der Kostenrechnung die verschiedenen Kosten zugerechnet werden, weil diese die angefallenen „Kosten tragen“.
Fachbegriffe K
Marketing-Mix | Das ist die möglichst optimale Abstimmung von Verkaufspreis, Werbestrategie und Vertriebsweg - für jedes Produkt oder jede Dienstleistung.
Fachbegriffe M
Planung | Planen heißt für uns, gedankliche Vorwegnahme zukünftiger unternehmerischer Entscheidungen, um dauerhaft Gewinn zu erzielen - doch manchmal treten unerwartete Ereignisse ein und frühere Entscheidungen müssen schnell und wirkungsvoll korrigiert werden. Das macht Ihre Planung nicht überflüssig - im Gegenteil!

Prozesskosten | Da nur ein geringer Anteil an den gesamten Kosten den verkaufsfähigen Produkten und Dienstleistungen direkt zugerechnet werden kann, rechnet man die verbleibenden Kosten betrieblichen Abläufen (Prozessen) zu. Die Ermittlung der Prozesskosten ist aufwändig, Bedarf eines hohen Pflegeaufwandes und birgt daher ein hohes Potential an Bürokratie und Unübersichtlichkeit.
Fachbegriffe P
Reporting | Darunter verstehen wir ein betriebliches Berichtswesen. Es umfasst die Mittel und Maßnahmen eines Unternehmens zur Erarbeitung, Weiterleitung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen über den Betrieb und seine Umwelt in Form von Berichten. Durch die Einbeziehung von Planwerten unterstützt es die Entscheider das Unternehmen zielführend zu steuern.

Return on Investment (ROI) | Diese Kennzahl drückt in Prozent aus, wie hoch der Gewinn eines Unternehmens in Bezug auf das eingesetzte Vermögen ist. Zum eingesetzten Vermögen gehören alle im Eigentum des Unternehmens befindlichen langlebigen Güter (z.B. Gebäude, Computer) oder für den kurzfristigen Verbrauch vorgesehene Güter (z.B. Rohstoffe).
Wirtschaftlichkeit | Wirtschaftlich handelt ein Unternehmer, wenn er entweder einen vorgegebenen Erfolg (z.B. Gewinn von 1 Million Euro) mit geringstmöglichem Kosten (Minimalprinzip) oder mit vorgegebenen Kosten (z.B. 0,5 Millionen Euro) den größtmöglichen Erfolg (Maximalprinzip) erzielt. Für die Steuerung eines Unternehmens ist das Minimalprinzip am verbreitesten.
Fachbegriffe W